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Anleitung

FritzBox mit KI-Anrufbeantworter einrichten: Anleitung in sechs Schritten

Der eingebaute Anrufbeantworter der FritzBox nimmt auf, mehr nicht. Mit einem IP-Telefon-Zugang kann stattdessen eine Sprach-KI rangehen, nachfragen und dir das Anliegen zusammenfassen. Diese Anleitung zeigt den Weg mit dem Gemivo Anrufassistenten.

Kurz vorab: Du brauchst ein Android-Handy, eine FritzBox mit Telefonie (oder einen SIP-Anbieter) und einen Gemini-API-Schlüssel. Zeitbedarf: etwa 20 Minuten. Menüs heißen je nach FRITZ!OS-Version leicht anders.

Warum der Umweg über die FritzBox?

Android lässt Apps im normalen Mobilfunk-Gespräch weder mithören noch sprechen. Eine KI kann einen Handy-Anruf also nicht direkt annehmen. Die FritzBox löst das: Sie stellt eine echte Telefonleitung bereit, an der die KI als IP-Telefon angemeldet ist. Dein Handy leitet unbekannte Anrufe dorthin um.

Die sechs Schritte

  1. IP-Telefon in der FritzBox anlegenÖffne fritz.box im Browser, dann Telefonie › Telefoniegeräte › Neues Gerät einrichten. Wähle Telefon (mit und ohne Anrufbeantworter) und als Anschluss LAN/WLAN (IP-Telefon). Vergib einen Benutzernamen und ein starkes Kennwort und notiere beides.
  2. Rufnummer zuweisenLege fest, über welche deiner Festnetznummern das IP-Telefon erreichbar ist. Am übersichtlichsten ist eine eigene Nummer nur für die KI, die nur dieses Gerät klingeln lässt.
  3. Zugang für den Anrufassistenten eintragenTrage Benutzername, Kennwort und die Adresse deiner FritzBox im Gemivo Anrufassistenten ein. Die Verbindung muss die FritzBox von außen erreichen, die App führt dich durch die Varianten (zum Beispiel per VPN der FritzBox).
  4. Gemini-Schlüssel hinterlegenLege im Google AI Studio einen API-Schlüssel an und füge ihn in der App ein. Er wird nur für deine Gespräche genutzt.
  5. Rufumleitung bei besetzt setzenDie App lehnt unbekannte Anrufe ab. Damit sie bei der KI landen, aktivierst du im Handy die Umleitung bei besetzt auf die KI-Nummer. Bei den meisten Netzen geht das mit dem Code **67*Zielnummer# und der Anruftaste, ausschalten mit ##67#.
  6. Testanruf machenRuf dich von einer Nummer an, die nicht in deinen Kontakten steht. Gemma sollte abnehmen. Danach prüfst du, ob die Zusammenfassung ankommt.

Den alten FritzBox-Anrufbeantworter behalten?

Ja, beides geht nebeneinander. Der FritzBox-Anrufbeantworter kann weiter für deine Festnetznummer laufen, während die KI nur die umgeleiteten Handy-Anrufe auf ihrer eigenen Nummer annimmt. Achte darauf, dass auf der KI-Nummer kein Anrufbeantworter mit kurzer Verzögerung aktiv ist, sonst schnappt er der KI den Anruf weg.

Häufige Stolpersteine

Bereit für den Testanruf?

Gemivo Anrufassistent: Unbekannte Nummern landen bei Gemma, einer KI-Stimme, die das Anliegen erfragt und dir eine Zusammenfassung schickt. Kontakte klingeln wie gewohnt.

  • Kostenlose Beta, du nutzt deinen eigenen Gemini-Schlüssel von Google
  • Für Android-Smartphones
  • Läuft über deine FritzBox oder einen SIP-Telefonanbieter
  • Anrufer mit Anliegen statt stummer Mailbox

Häufige Fragen

Kann die FritzBox selbst einen KI-Anrufbeantworter?

Nein. Der eingebaute Anrufbeantworter nimmt nur auf. Eine KI kann sich aber als IP-Telefon an der FritzBox anmelden und Anrufe annehmen.

Welche FritzBox brauche ich?

Eine FritzBox mit Telefonie-Funktion, an der du IP-Telefone anlegen kannst. Das können die meisten Modelle mit Telefonanschluss.

Wie schalte ich die Umleitung wieder aus?

Mit dem Code ##67# und der Anruftaste, oder in den Anrufeinstellungen deines Handys unter Rufumleitung.

Geht das auch ohne FritzBox?

Ja, mit einem SIP-Telefonanbieter. Dann trägst du dessen Zugangsdaten statt der FritzBox-Daten ein.

Was kostet die Einrichtung?

Die Beta des Gemivo Anrufassistenten ist kostenlos. Mögliche Kosten entstehen nur durch deinen Mobilfunktarif (Umleitung) und das Preismodell von Google für den Gemini-Schlüssel.

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Stand: 07.11.2026 · Autor: Kay Conrad, Gemivo (Lübeck)